Managed vs. unmanaged Switch: Welche Lösung braucht Ihr Unternehmen?

In der Netzwerktechnik gibt es eine Vielzahl von Switches. Dabei liegt die Grundfunktion eines Switches immer im Aufbau eines Heim- oder Firmennetzwerks. Je nach Switch-Typ - ob Sie einen Switch managed oder unmanaged einsetzen- verfügen die zentralen Datensammler aber auch über erweiterte Sicherheitsfunktionen und zusätzliche Features.

Doch worin liegt der Unterschied zwischen managed Switch und unmanaged Switch genau? Und welche Switch-Art eignet sich für Ihr Unternehmen und Ihre IT-Infrastruktur eher?

 

Unterschiede von unmanaged und managed Switches auf einen Blick

Bevor wir in die Details gehen, liefert Ihnen die folgende Übersicht einen schnellen Vergleich der wichtigsten technischen und wirtschaftlichen Merkmale. So sehen Sie sofort, ob ein managed Switch oder unmanaged Switch die Anforderungen Ihrer aktuellen IT-Infrastruktur am besten erfüllt.

 

Gegenüberstellung eines managed und unmanaged Switches

 

Unmanaged Switches: einfache Installation

Für die Installation von unmanaged Switches ist kein Spezialist von Nöten, da diese nach dem einfachen Plug-and-Play Prinzip funktionieren. Das Gerät ist sofort nach dem Anschluss betriebsbereit und mit Standardeinstellungen ausgestattet. 

Unmanaged Switches sind aufgrund der eingeschränkten Bedienbarkeit deutlich günstiger als managed Switches. Dabei ist der Kaufpreis abhängig von der Anzahl der Ports.

 

Managed Switches erfordern für die Einrichtung IT-Fachpersonal

Ganz so einfach funktioniert die Inbetriebnahme der managed Switches nicht, denn sie bieten professionelle Netzwerkfunktionen und zusätzlichen Features, die technisches Fachwissen erfordern. In der Regel sollten sich Techniker:innen oder erfahrene Administratoren um die Konfiguration kümmern.

Die Anschaffungskosten für managed Switches werden von der Zahl der erweiterten Features beeinflusst. Je mehr Sicherheit und Features der Switch bieten soll, desto preisintensiver wird das Produkt. 

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Klare Vorteile beim managed Switch durch gezielte Steuerung

Managed Switches bieten Zusatzfunktionen für Netzwerke, die gezielt gesteuert, überwacht und flexibel an neue Anforderungen angepasst werden müssen.

Die Vorteile eines managed Switch liegen hingegen in einem deutlich größeren Leistungspaket. Dazu gehören zusätzliche Features, wie:

  • eine manuelle Konfiguration, um schneller Anpassungen bei Änderungen im Unternehmen vorzunehmen.

  • die Priorisierung von Kanälen zur Steigerung der Leistung an der nötigen Stelle.

  • die Überwachung und Kontrolle aus der Ferne für eine erhöhte Reaktionsfähigkeit bei Fehlern.

  • die Unterstützung des SNMP (Simple Network Management Protocol) zum Abrufen des Status des Switches und der einzelnen Ports.

  • oder auch die integrierte Redundanz (das Vorhandensein von zwei separaten Netzteilen oder Stromanschlüssen), sodass Daten dupliziert und wiederhergestellt werden können, wenn ein Gerät oder Netzwerk ausfällt.

 

Maximale Sicherheit durch managed Switches

Beim Thema Netzwerksicherheit bieten managed Switches deutliche Vorteile gegenüber unmanaged Switches. Unmanaged Switches arbeiten meist ohne zentrale Verwaltung und stellen nur sehr eingeschränkte Kontrollmöglichkeiten bereit, beispielsweise über LED-Anzeigen oder modellabhängige DIP-Schalter. Nachgerüstet erhält der Switch durch abschließbare Port Abdeckungen einen erweiterten Schutz vor unbefugten Zugriffen. Das ersetzt aber keine integrierten Sicherheitsfunktionen wie sie managed Switches bieten.

Managed Switches bieten je nach Modell und Konfiguration deutlich umfangreichere Möglichkeiten zur Absicherung des Netzwerks. So unterstützen sie Zugriffskontrolllisten, verschlüsselte Administrationszugänge und den kontrollierten Fernzugriff, sowie Monitoring- und Logging-Funktionen. Somit können Netzwerkereignisse auch remote kontrolliert und überwacht werden, um Bedrohungen schnell abzuwehren und die gesamte Kommunikation zu schützen.

 

Managed Switches: Erste Wahl für komplexe Unternehmensnetzwerke

Da unmanaged Switches keine „speziellen“ Funktionen aufweisen, eignen sie sich vor allem für kleine Netzwerke, Heimnetzwerke oder einfache Erweiterungen bestehender Netzwerkanschlüsse. In diesen Netzwerken ist der Datenverkehr eher gering und wenige Teilnehmer agieren gleichzeitig. Auch für Konferenzräume oder zur Anbindung temporärer Arbeitsgruppen in größeren (Büro-)Netzwerken können unmanaged Switches sinnvoll sein, sofern keine besonderen Anforderungen an Sicherheit, Segmentierung oder Monitoring bestehen. Aber in der Regel sind unmanaged Switches zur Erweiterung des Routers, um mehrere Ports zu schaffen, nützlich und ausreichend.

Managed Switches wiederum werden vorrangig in großen Unternehmensnetzwerken und und komplexeren Infrastrukturen eingesetzt, da im Businessbereich ein höherer Datenaustausch stattfindet. Zudem können Unternehmen den Switch durch mehrere Features remote bedienen und sicher verwalten, um zügiger mögliche Fehler zu beheben. 

Große Netzwerke umfassen für gewöhnlich mehrere Switches mit mehr als 30, 40 oder 50 Ports. Diese sind in sogenannten Racks untergebracht, um eine ordentliche Kabelsortierung zu gewährleisten.

 

Fazit 

Bei der Wahl des richtigen Switches ist Einiges zu bedenken. Die Entscheidung, ob Ihr Switch managed oder unmanaged sein soll, fällt im Unternehmen meist zugunsten der verwalteten Variante aus. Managed Switches punkten im Unternehmenskontext vor allem mit hohen Sicherheitsvorkehrungen und komplexen Anpassungsmöglichkeiten. 

Für den privaten Gebrauch ist der unmanaged Switch wiederum ausreichend, da dieser auch für Laien einfach zu bedienen und vor allem kostengünstig ist. 

 

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FAQ: Häufige Fragen zu managed vs. unmanaged Switches

Was ist der Unterschied zwischen managed und unmanaged Switch? 
Der wichtigste Unterschied zwischen managed und unmanaged Switches liegt in der Verwaltungs- und Konfigurationsmöglichkeit: Ein unmanaged Switch funktioniert per Plug-and-Play, während ein managed Switch aktiv konfiguriert, überwacht und abgesichert werden sollte.

Wann braucht man einen managed Switch? 
Ein managed Switch ist sinnvoll, wenn ein Netzwerk nicht nur erweitert, sondern aktiv gesteuert, segmentiert, überwacht oder abgesichert werden muss. Das ist vor allem in Unternehmensnetzwerken relevant, in denen mehrere Geräte, Abteilungen, Anwendungen oder Standorte zuverlässig miteinander verbunden werden.

Wann reicht ein unmanaged Switch aus? 
Ein unmanaged Switch reicht aus, wenn lediglich zusätzliche Netzwerkanschlüsse benötigt werden und keine besonderen Anforderungen an Sicherheit, Überwachung oder Konfiguration bestehen. Er eignet sich vor allem für kleine Netzwerke, einfache Bürobereiche, Heimnetzwerke oder temporäre Arbeitsplätze.

Welche Vorteile bietet ein managed Switch im Unternehmensnetzwerk? 
Zu den wichtigsten Vorteilen von managed Switches gehören die Segmentierung von Netzwerkbereichen durch VLANs, die Priorisierung geschäftskritischer Anwendungen per QoS (Quality of Service), die zentrale Verwaltung und Überwachung, Remote-Management, Zugriffskontrollen und Funktionen zur höheren Ausfallsicherheit.

Sobald Sicherheit, Performance, Netzwerksegmentierung, Remote-Management oder Ausfallsicherheit wichtig werden, bietet ein managed Switch die deutlich bessere Grundlage für einen zuverlässigen Netzwerkbetrieb. 

Ist ein managed Switch auch für kleine Unternehmen sinnvoll?
Ein managed Switch kann auch für kleine Unternehmen sinnvoll sein, wenn das Netzwerk geschäftskritische Anwendungen, sensible Daten oder mehrere Gerätetypen unterstützt. Die Unternehmensgröße allein entscheidet daher nicht über die passende Switch-Art. Relevant sind vor allem die Anforderungen an Sicherheit, Verwaltung und Stabilität. Nutzt ein kleines Unternehmen beispielsweise VoIP-Telefonie, IP-Kameras, Server, getrennte Gastnetzwerke oder mehrere Arbeitsbereiche, kann ein managed Switch bereits früh Vorteile bieten.